Wir heiraten!

Zusammen durch die Welt zu gehen ist viel schöner als alleine.
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Singapur: Countdown im Melting Pot

Von Pulau Tioman steht uns wieder ein langer Reisetag bevor, bis wir unser letztes Ziel der Reise erreichen: Singapur.

Vier Naechte haben wir noch in dem Stadtstaat, bevor wir ins Flugzeug zurueck nach Frankfurt steigen werden. Mit gemischten Gefuehlen verlassen wir die paradiesischen, ruhigen Inseln Malaysias, um in die turbulenten Strassen der modernen Grossstadt einzutauchen. Die erste Umstellung erfolgt am Grenzuebergang Johor Bahru (Malaysia) nach Singapur. Mit einem einfachen Stadtbus fahren wir zum malaysischen „Grenzposten“, einem riesigen, modernen Gebaeude, das einem Flughafenterminal gleicht. Der Bus haelt im Untergeschoss, man faehrt mit der Rolltreppe in die grosse Halle hoch, laeuft durch die Kontrolle und steigt unten wieder in den Bus ein. Genau das gleiche bei der Einreisebehoerde in Singapur. Rein in den Terminal und raus in den Stadtbus. Auch wenn alles so einfach und glatt ablaeuft dauert es trotzdem den ganzen Nachmittag, bis wir schliesslich im Stadtzentrum von Singapur ankommen.

Fuer die erste Nacht haben wir zwei Betten in einem Hostel in Chinatown gebucht. Singapurs Chinatown sieht im wesentlichen aus, wie die meisten chinesischen Viertel anderer Staedte. Nur an den besonders huebsch renovierten Fassaden und schoen dekorierten Geschaeften erkennt man gleich, dass in dieser Stadt mehr Geld daheim ist.
Auch die Hostels haben gute Matratzen, blitzsaubere Bettwaesche und moderne Baeder. So ordentlich haben wir schon lange nicht mehr gewohnt.

Chinatown

Chinatown

Abends treffen wir uns mit unserer Freundin Sigrid zum Abendessen. Sie arbeitet seit mehreren Monaten in Singapur und nimmt sich Zeit, um uns die Stadt zu zeigen. An der Esplanade am Marina Bay essen wir an den Hawker Stalls Krabben mit schwarzem Pfeffer, Satay-Spiesschen und indisches Roti-Brot. Das Essen schmeckt hervorragend. Und der Standard der Hawker Stalls (in Singapur) ist auch nicht vergleichbar mit den simplen Strassenbuden im Rest von Suedostasien.

Sigrids City

Sigrids City

Am naechsten Morgen bummeln wir durch die Strassen Chinatowns und besuchen indische und chinesische Tempel. Einige Inder sind fuer eine Hochzeit in ihren prachtvollsten Kleidern und Goldschmuck aufgebretzelt und wir bekommen von einer freundlichen Dame ein Reisporridge-Getraenk angeboten. Interessant ist auch der Buddha Tooth Relict Temple, in dem ein Stueckchen eines goldenen Zahnes von Buddha verehrt wird. Im Tempel meine ich schon fast auf Drogen zu sein, ueberall glitzert und funkelt es, hunderte Lampen haengen von den Decken und Goldbuddhas funkeln an den farbenfrohen Waenden, einfach psychedelisch. Besonder schoen ist der Dachgarten mit Straeuchern und voller Orchideen.
Die alten Gegenden wie Ann Siang Hill und Telok Ayer Street sind wunderbar renoviert und nette Boutiquen und Designbueros haben sich eingemietet. Da schlaegt mein Herz natuerlich hoeher.

Psychoflash im Tempel

Psychoflash im Tempel

Zu Mittag holen wir unsere Rucksaecke aus dem Hostel, weil wir schon wieder umziehen muessen. Oder sollte ich sagen „duerfen“? Wir haben naemlich eine „Absteige“ im Ritz-Carlton bekommen. Unsere Freundin Sigrid hat uns zum Wochenende noch eine Besenkammer leer geraeumt und uns durch den Lieferanteneingang eingeschleust. Wir duerfen zwar nur im Zimmermaechen-Kostuem ueber den Flur huschen, aber zumindest muessen wir uns die Besenkammer nicht mit acht anderen teilen.

In Singapur dreht sich bereits alles um das bevorstehenden Formel 1 Rennen. Unsere Besichtigungstour des Colonial Districts wird dadurch ziemlich eingeschraenkt. Ueberall an den Strassen im Zentrum werden hohe Zaeune, Umleitungen, Tribuenen und Sichtblenden aufgestellt. Von den britischen Kolonialbauten sehen wir hinter den Baustellenwaenden nicht mehr viel. Umso gespannter sind wir auf das Rennwochenende am 24., um zu schauen, wie die Stadt durch die TV-Kameras aussieht.

Im Asian Civilizations Museum besuchen wir die Ausstellung der chinesischen Terrakotta Krieger. In den Ausstellungsraeumen der verschiedenen asiatischen Kulturen erkennen wir vieles wieder, das uns auf unserer Reise durch Suedostasien begegnet ist. Ein Steinfries von Banteay Srei erkennen wir z.B. bereits auf dem ersten Blick, weil es einfach so einmalig ist. Besonders begeistert bin ich immer wieder von den kunstvollen und farbenfrohen Textilien der asiatischen Voelker. Ich verstehe gar nicht, warum unsere moderne Mode immer so grau, langweilig und unoriginell ist, wo es doch so wundervolle Web- und Stoffmuster gibt.

Marina Bay Sands & Artscience Museum

Marina Bay Sands & Artscience Museum

Abends zeigt uns Sigrid am Clarke Quay das Nachtleben von Singapur. Der alte Hafen wurde renoviert und ist mit seinen unzaehligen Bars und Restaurants ein echtes Erlebnis. Die Strassen sind voller Leute –  die Singaporean Girls natuerlich aufgebretzelt wie immer – und die Tische auf den Strassen alle besetzt. Durch die Ueberdachung der Strassen und die artifizielle Gestaltung der Haeuser und der Beleuchtung wirkt es, als waeren wir in einem Disneyland gelandet. Aber das ist halt auch irgendwie typisch Singapur. Wir erlauben uns mit unserem schmalen Portemonaie 3 Bier zu trinken, die mit knapp 30 Euro zu Buche schlagen.

Am Sonntag wollen wir uns Little India anschauen. In einem hinduistischen Tempel im noerdlichen Teil geht es noch ganz ruhig und beschaulich zu und wir sehen kleine indische Maedchen beim Tanztraining. Weiter suedlich ist es nichts mehr mit der Ruhe. Hunderte von indischen Maennern bevoelkern die Strassen und Plaetze des Viertels. Kein Quadratmeter Rasenflaeche bleibt leer – ueberall sitzen Inder und Bengalen und vertreiben sich den arbeitsfreien Sonntag. Alle sind Gastarbeiter, die auf den Baustellen und im Strassenbau von Singapur arbeiten. Waehrend sie waehrend der Woche zu zehnt oder mehr in einem Raum leben, stroemen sie am Wochenende durch die Gassen Little Indias. Frauen sehen wir kaum. Die Maenner stehen Schlange fuer einen gratis Haarschnitt bei einer Werbeaktion oder werfen Baelle, damit die Promotion-Girls ins Wasser fallen. Die Tempel sind so voll, dass wir gar nicht erst probieren reinzukommen. Willkommen in einer anderen Welt!

Dagegen ist der Luxus und die Kommerzialisierung auf der Orchard Road und im Marina Bay Sands ein fast unertraeglicher Gegenpol. Die europaeischen Luxushersteller sind hier nicht nur einfach, sondern gleich mit mehreren Geschaeften vertreten. Das hoechste Ziel im Leben einer Singapurerin scheint eine Louis Vuitton-Tasche zu sein.

Sigrid entfuehrt uns von dem ganzen Trubel der Grossstadt und faehrt mit uns auf die Insel Pulau Ubin. Dort nehmen wir uns Leihraeder und duesen (Sigrid duest, wir hecheln hinterher) ueber die Insel. Als wir durch den tropischen Wald radeln, koennen wir kaum glauben, dass wir eben noch in der City waren. Nichts erinnert hier mehr an die nahe Grossstadt, nur ein paar malayische Holzhaeuser stehen im Wald herum. Ansonsten findet man auf der Insel nur Campingplaetze und Naturlehrpfade. Von einem Steg durch die Mangroven beobachten wir Krabben und sehen sogar Makaken und Hornbills. Es ist toll, zum Ende der Reise nochmal in einen tropischen Wald abzutauchen.

Pulau Ubin - Ausflug ins Gruene

Pulau Ubin - Ausflug ins Gruene

Fuer die allerletzte Nacht der Reise muessen wir aus unserem Luxuszimmer nochmal in ein Backpacker-Hostel umziehen. Die troege Stockbett-Athmosphere wird wenigstens durch die nette Dachterrasse ausgeglichen, wo wir Reisetipps mit einem muenchnerischen Mexikaner austauschen.

Am Abflugstag haben wir bis abends Zeit, um die Stadt zu besichtigen. Singapur ist so gross und beeindruckend, hier kann man sich ohne Probleme wochenlang beschaeftigen. Leider haben wir nur noch 16 Stunden bis unser Flieger die Beine einzieht.
Im Viertel Kampong Glam erleben wir nochmal die malayische Seite der Stadt. Schoene malayische Haeuser praegen das Stadtbild. Vorbei an der Sultan Moschee laufen wir zur Arab Street, wo wir uns zwischen den Seiden-, Teppich- und Wasserpfeifenhaendlern ploetzlich wie in der Tuerkei fuehlen. Hinter jeder Ecke entdeckt man in dieser Stadt wieder etwas Neues.

Ich koennte es noch laenger in Singapur aushalten. Sonnenschein das ganze Jahr. Das Meer und die Tropeninseln praktisch vor der Haustuere. Besonders das abwechslungsreiche Essensangebot in den allgegenwaertigen Foodcourts traegt zum Wohlfuehlfaktor bei. Sigrid hat uns verraten, dass es sogar gute Kaesekrainer gibt – also kein Grund heimzufliegen  🙂

Aber nach 365 Tagen, die sich anfuehlen wie 1095, freuen wir uns auch schon sehr auf das gute, alte Europa! Klopft schon mal die Schnitzel!

SELAMAT TINGGAL!

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Malaysia: Zwischen kulinarischen Koestlichkeiten, Ramadan und Tauchparadiesen

Zum zweiten Mal waehrend unserer Reise geht es nach Malaysia. Bereits in Borneo haben wir die malaysische Kultur kennengelernt und waren sehr begeistert, allerdings von der Abholzung der Regenwaelder auch sehr geschockt.
Unser erstes Ziel ist Georgetown in Penang, einer Insel an der noerdlichen Westkueste des Landes. Die Stadt diente sowohl den Chinesen, als auch den Briten als Handelsstuetzpunkt in Asien. Die Stadt bietet schoene, britische Kolonialbauten und alte, chinesische Handelshaeuser. Wir ziehen unbeabsichtigt in ein echtes Designerhostel in einer der chinesischen Handelsstrassen. Das ganze Flair der Stadt ist sehr entspannt. Wir wandern durch das Kolonialviertel der Briten, dann durch den kleinen Little India Teil und anschliessend zu einer Strasse, die bekannt ist fuer ihre vielen, kleinen Essensbuden. Georgetown ist bekannt fuer sein sehr gutes Essen, das von allen Kulturen beeinflusst ist. Hier gibt es malayische, chinesische, indische und europaeische Kueche. Wir essen mittags malaysisch, abends indisch, am naechsten Morgen chinesisch und am Abend alles, was uns unter den Loeffel und die Gabel kommt. Wir besuchen einen der Foodcourts, eine Ansammlung von Essensstaenden mit einem zentralen Sitzbereich. Wir probieren einfach alles aus. Und es schmeckt unglaublich lecker.

Foodcourt/ Nachtmarkt in Georgtown

Foodcourt/ Nachtmarkt in Georgetown

Von Georgetown wollen wir weiter ins Gebirge zu den Cameron Highlands. Bereits aus Borneo sind wir es gewoehnt, dass es schwierig ist zuverlaessige Aussagen ueber Busverbindungen zu bekommen. Nur zwei aeltere Damen am Busbahnhof helfen uns und wir sitzen 5 Minuten spaeter im Bus nach Ipoh. Dort warten wir 4 Stunden auf den Anschlussbus und sind nach 10 Stunden Reisezeit und nassen T-Shirts dank undichtem Bus in Tanah Rata. Die Cameron Highlands begruessen uns mit Regen, der auch fuer die naechsten zwei Tage nicht so recht abziehen will. Wir suchen uns erst mal ein Cafe. Ich will meine Schuhe wechseln, komme aber in den einen nicht so recht rein. Bei genauerem Hinschauen guckt mir ein dicker Frosch aus dem Schuh entgegen. Er nutzt seine Chance und entflieht in das Kaffeehaus. Die Schuhe hab ich vor 5 Tagen in Thailand eingepackt und der Frosch scheint die Reise nach Malaysia gut ueberstanden zu haben. Wir fangen ihn ein und lassen ihn draussen im Gruenen wieder frei. Die Berge hier erinnern uns ein wenig an die deutschen Mittelgebirge mit dem kleinen Unterschied der Regenwald aehnlichen Vegetation und dem Bestand an riesigen Teeplantagen. Wir schauen uns eine solche an und haben damit nach Kaffee, Reis und einigen weiteren Pflanzen fast alles gesehen, was heute so auf dem Teller oder in der Tasse landet.

Teearbeiter auf Plantage in den Cameron Highlands

Teepfluecker auf Plantage in den Cameron Highlands

Von den Camerons geht es nach Kuala Lumpur. Die Stadt laedt zum Schlendern durch Chinatown und Little India ein. Wir essen gut (Anm. Pia: natuerlich, wir tun nichts anderes hier  :-)) und schauen uns einige sehr schoene Tempel an (Anm. Pia: das auch). Besonders gefaellt uns der indische Sri Mariamman Temple mit seinem riesigen, bunten Eingangsportal. Auch einen Besuch auf der Skybridge der Petronas Tower lassen wir uns nicht entgehen. Diese sind schon am Tage schoen anzusehen, aber bei naechtlicher Beleuchtung sind sie noch viel beeindruckender. Waehrend Chinatown, Little India und Merdeka Square eher alte, flache Bauten, kleine Geschaefte und viele Strassenstaende bietet, findet sich nahe der Petronas Towers und dem Goldenen Dreieck alles was das moderne Shoppingherz begehrt. Hier wird von Louis Vuitton ueber Prada bis zum Apple Ipad in riesigen Malls alles angeboten.

Am Anfang bekommen wir es gar nicht so recht mit, aber wir sind in Malaysia mitten in den Ramadan geraten. Wir sitzen in einem Foodcourt, essen unsere Nudeln und merken erst nach einigen Minuten, dass um uns herum keiner isst. Auf einmal ruft der Muezzin und nach einem kurzen Gebet wird fleissig reingeschaufelt. In einem anderen Lokal haengen an allen Tischen schon die Bestellungen fuer den Abend. Die Leute kommen schon Stunden vorher, um ihre Bestellung aufzugeben und dann mit Einbruch der Nacht das Essen zu beginnen. Es ist wirklich interessant dies einmal zu erleben.

Petronas Towers bei Nacht

Petronas Towers bei Nacht

Nach 3 Tagen Grossstadt brechen wir wieder auf und fahren weiter nach Melaka, eine weitere alte Handelsstadt der Briten, Portugiesen, Hollaender und Chinesen. Sie wurde von den Portugiesen aufgebaut, um den Handel zwischen Indien und China zu vereinfachen. Mit den unterschiedlichen Monsunen sind die Inder und Chinesen hierher gesegelt, haben ihre Waren getauscht und sind bei sich aendernden Monsunwinden wieder zurueck gesegelt. Die Portugiesen haben in der kleinen Stadt eine riesige Festung aufgebaut. Die Briten haben die Portugiesen irgendwann vertrieben und bevor sie die Stadt an die Hollaender uebergeben haben die Festung komplett zerstoert. Nur die Porta de Santiago steht heute noch. Die Hollaender konnten es sich dann auch nicht nehmen lassen ein eigenes Stadthuys zu bauen. Waehrend die Europaeer eine Seite des Flusses besiedelten, bauten die Chinesen ihre Haeuser auf die andere Seite. Ein altes, chinesisches Handelshaus reiht sich hier an das naechste. Bei soviel europaeischer und chinesischer Architektur sind asiatische Touristen nicht weit. Diese werde zu Massen in Bussen in die Stadt gefahren. Die kleine, gemuetliche Stadt wirkt dadurch wie Disneyland. Ueberall steht irgendein Asiate und posiert fuer ein Foto. Dabei ist vollkommen egal, ob er vor einem Haus, einer Informationstafel oder einem Verkehrsschild steht. Es wird alles geknippst, was einem auf seinem Streifzug durch die Stadt begegnet. Abends gibt es einen riesigen Strassenmarkt in der Jonkerstreet. Der Ramsch, der hier verkauft wird, ist fuer uns uninteressant, der Essensmarkt hat es uns da schon eher angetan und wir geniessen ein vorzuegliches Laksa.

Nach einer Nacht in Melaka brechen wir auf in Richtung malayische Ostkueste, zu den Perhentian Islands. Wir haben schon gehoert, dass es in den Bussen saukalt sein soll, aber mit Wintereinbruch hatten wir nicht gerechnet. Obwohl wir alle Klamotten anhaben, frieren wir uns den Hintern ab. Um Punkt vier Uhr haelt der Bus und es gibt das letzte Essen vor Sonnenaufgang. Wir sind froh, dass wir uns etwas aufwaermen koennen. Dann geht es weiter. In Kuala Besut besteigen wir ein Boot und sind im nuh wieder am Strand. Wir buchen uns auf den Perhentian Islands in ein nettes Zimmer ein und am Nachmittag gehe ich zum ersten Tauchgang. Pia hat Probleme mit den Ohren und muss noch einige Tage warten. Sie geniesst die wunderschoenen, palmengesaeumten Straende und schnorchelt ein wenig ueber den Korallen nahe des Strandes. Waehrend ich nur die ueblichen Rifffische sehe, wird sie wieder mal mit einem Hai im Miniformat belohnt. Das absolute Highlight der Tauchgaenge hier ist das Sugar Ship Wrack. Es liegt auf gerade mal 18m Tiefe und strotzt nur so vor Fisch. Wir sehen zwei riesige Barracudas, unzaehlige Pufferfische und so viele Kleinfische, dass man seinen Tauchpartner fast nicht mehr findet.

Sandstrand auf den Perhentian Islands

Sandstrand auf den Perhentian Islands

Von den Perhentians geht es weiter nach Sueden auf die naechste Insel – Tioman. Auch hier gehen wir wieder tauchen. Die Fahrt dorthin wird jedoch ein Spass. Beim Ticketkauf heisst es noch der Bus kommt um 3 Uhr nachts am Festlandhafen an. Nach malayischer Puenktlichkeit entspricht das 5 Uhr morgens. Als wir in den Bus einsteigen heisst es auf einmal, der Bus wird um 1 Uhr da sein. Wir haben uns nicht darauf eingestellt, aber wir werden uns wohl in Mersing doch noch ein Zimmer nehmen muessen. Um 1 Uhr morgens sehe ich schon das Ortseingangsschild von Mersing, nur der Busfahrer biegt vorher noch schnell zum Essen ab. Obwohl Ramadan vorbei ist, wird hier nachts um 1 Uhr noch mal richtig reingeschaufelt. Nach 45 Minuten Pause gehts weiter, ganze drei Minuten, dann werden wir in Mersing aus dem Bus geworfen. Mittlerweile ist es fast 2 Uhr, womit unser Verstaendnis der malayischen Puenktlichkeit mal wieder bestaetigt waere.
Waehrend Alkohol in Malaysia grundsaetzlich sehr teuer ist, ist er auf Tioman dank zollfreier Zone sehr billig. So billig, dass man abends schoen am Strand in einer Bar sitzen kann, den Sonnenuntergang geniesst und ruhig ein, zwei Bier mehr trinken kann. An unserem Strand gibt es genau 3 Restaurants. Eines serviert am ersten Abend direkt Hai vom Grill und fuer uns ist es somit zeitlebens gestorben. Das Zweite hat zu und das Dritte liegt direkt neben unserem Bungalow. Es wird von Mutti gefuehrt und da man trotz Karte nur das bestellen kann, was gerade noch im Vorratskeller lagert, nennen wir es liebevoll „Bei Mama“. Wir machen auch hier nicht wenige Tauchgaenge. Die Softkorallen sind wunderschoen, nur der Fischbestand erscheint uns etwas mau.

Pias Lieblinge - Nudibranches

Pia's Lieblinge - Nudibranches

In der Tauchschule arbeitet eine Wienerin, ihr britischer Freund und ein weiteres britisches Paar, mit denen wir uns super verstehen und abends gerne mal beisammen sitzen. Am letzten Abend faellt es uns sichtlich schwer uns zu verabschieden. Wir muessen feststellen, dass dies fuer die naechste Zeit unser letzter Strand, unser letzter Aufenthalt am tropischen Meer und unser letzter Tauchgang in schoenen, warmen Wasser gewesen ist.

Es hilft alles nichts. Wir muessen weiter und nehmen den Bus nach Johor Bahru, um nach Singapur ueberzusetzen.

Malaysia hat uns wie schon beim ersten Mal sehr beeindruckt. Obwohl schon so langsam die Reisefaulheit eingesetzt hat, haben wir die Zeit hier sehr genossen und vieles gesehen. Vor allem die vielfaeltige malayische Kueche wird uns in Erinnerung bleiben. Auch das erste Mal den Ramadan mitzuerleben ist ein Erlebnis. Das Tauchen hier koennen wir nur empfehlen. Die Perhentian Islands haben uns da aufgrund der Fischbestaende und der besseren Sicht etwas besser gefallen als Tioman. Tioman hat dagegen die schoeneren Korallen, und wenn man am ABC Beach uebernachtet das laessigere und entspannendere Flair.

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Thailand: schoene Straende, dunkle Meere, volle Buckets

Nach nicht ganz 3 Wochen in Kambodscha machen wir uns mit dem Bus auf nach Thailand. Unser erstes Ziel ist Bangkok. An der Grenze in Poipet laeuft entgegen meiner Vermutung alles super. Raus aus dem Bus, ueber die Grenze laufen, einsteigen in den neuen Bus. Eigentlich ist dies eine beruechtigte Abzockerstrecke und Busse bleiben schon mal „rein zufaellig“ mit einem scheinbaren Totalschaden vor einem Hotel mitten in der Pampa stehen. Schon seit Monaten freuen wir uns auf das thailaendische Essen. Wir hoffen der Bus macht ein Pause an einem der netten Essensstaende auf der Strecke. Macht er aber nicht und das erste Essen, das wir zu sehen bekommen ist ein labriges Sandwich beim „Seven Eleven“ (Das geht ja gut los). Keine 30 Minuten spaeter bleibt der Bus mit qualmender Bremse mitten auf der Autobahn liegen. Der Sebi hat’s mal wieder geschafft 🙂 Erst ein Fahrradreifenplatzer in Angkor, dann einer am Tuktuk in Sisophon und nun ist die Bremse auf seiner Seite kaputt. Vielleicht sind wir also doch noch in der Abzockerfalle gelandet. Eine Stunde spaeter ist jedoch der Ersatzbus da und es geht ohne Draufzahlen ab nach Bangkok.
Es hat sich nicht viel geaendert an den Hostals nahe der Khao San Road. Fuer wenig Geld bekommt man ne olle Matratze und Mitbewohner mit Fuehlern. Darauf koennen wir verzichten. Auf den Strassen dagegen hat sich das Klientel schon geaendert. Wir sehen nur wenige Backpacker, die das Land erkunden wollen, dafuer Familien mit Kindern, unzaehlige Asiaten und jede Menge Saufbriten, die ohne T-Shirt aber dafuer mit traditionellem, thailaendischem Hut ihr 15. Bier leeren.

Waechter im Wat Pa

Waechter im Koenigspalast

In Bangkok besuchen wir den Koenigspalast und das Wat Po. Wir streifen durch Chinatown und schauen uns die Einkaufszentren in Sukhumvit an. Das Highlight unseres Besuches wird ein Treffen mit unserem thailaendischen Freund Tam. Er hat mit Sebi und mir die Offizierschule besucht und ist vor wenigen Jahren wieder nach Thailand zurueckgekehrt. Wir gehen mit ihm essen (das Beste, dass wir in Thailand bekommen). Wir unterhalten uns darueber, wie es ihm nach 8 Jahren in Deutschland nun wieder in Thailand geht und lassen uns viel ueber die thailaendische Kultur erzaehlen. Es ist wirklich toll ihn nach so langer Zeit wieder zu treffen.

Von Bangkok nehmen wir die Bahn nach Chumphon und dann das Boot nach Koh Tao. Wir wollen wieder Tauchen gehen und quartieren uns am partyreichsten Strand Sairee ein. Hier versammelt sich das Jungvolk, macht tagsueber nen Tauchkurs und abends werden statt Dekompressions-Bieren (Bier zur Verbesserung des Stickstoffabbaues nach dem Tauchen) die Deko-Cocktails hinter die Binde geschuettet. Die werden nicht in Glaesern serviert, sondern direkt im Eimer oder Bucket, wie es hier heisst. Da muss man nicht so oft nachbestellen. In der Disko stehen die 18jaehrigen mit gebuegelten Hemden und ich frage mich, wann ich das letzte mal ein Buegeleisen gesehen haben und wie sie die so schoen hierher transportiert haben.
Sebi macht nach 13 Jahren einen Auffrischungstauchgang und Pia und ich melden uns fuers Nachttauchen an. Wir fahren so gut wie jeden Tag zum Tauchen raus. Nicht immer sind die Tauchgebiete wirklich beeindruckend und wenn dann noch 4 Schulungsboote vor Anker liegen, dann muss man die Vorfahrtsregeln auch schon mal unter Wasser anwenden.
Unser erster Nachttauchgang wird der absolute Kracher. Wir fuehlen uns als schweben wir durch eine Hoehlenlandschaft. Licht gibts nur da, wo die Taschenlampe hinleuchtet. Haelt man die Lampe ins blaue Meer hinaus, sehen wir nicht selten riesige Barracudas, die auf Jagd gehen. So einige Male schwimmen die Tiere unerwartet nur 2 Meter entfernt von einem.

Auf dem Weg zum Nachttauchgang

Auf dem Weg zum Nachttauchgang

War der erste Nachttauchgang super, wird der zweite ziemlich anstrengend. Wir fahren eine Stunde raus und springen bei ziemlich hohen Wellen in finsterer Nacht ins offene Meer und der erste Brocken Korallen den wir sehen, liegt 14m unter dem Boot. Die Sicht ist hundsmiserabel und wir hangeln uns von einem Felsen zum naechsten. Spass macht das nur Pia, die hat wenigstens ne ordentliche Lampe und kann sich an so einfachen Sachen wie bunten Steinen erfreuen, sonst gibt es naemlich nicht wirklich was zu sehen. Wir besuchen das gleiche Gebiet noch mal bei Tag und sind total begeistert. Es wimmelt von Fischen und teilweise sehen wir riesige Barsche. Ich haette ausnahmsweise mal Lust einen mit nach oben zu nehmen, aber das Fischfilet wuerde im ganzen noch nicht mal auf den riesigen Webergrill von Pias Vater passen.

Von Koh Tao machen wir uns auf nach Koh Phangan. Wir verzichten nach dem Partystrand Sairee jedoch auf die Fullmoonparty-Ecke und suchen uns im Norden einen netten, kleinen Ort (Chaloklum) mit nettem, kleinem Bungalow. Den ersten Tag gehen Pia und Sebi zum Wakeboarden. Sie haben beide einen riesen Spass, aber nach 20 Minuten sind sie total platt. Ich verzichte drauf und mag lieber abends noch genug Kraft in den Haenden haben, damit ich mein Bier nicht auf dem Tisch stehend mit Strohhalm trinken muss. Sonst liegen wir am Strand oder sitzen in Chok Dee’s Bar. Er ist ein unglaublich netter Thai, der eine chillige Reggaebar direkt am Strand aufgemacht hat. Wir haben viel Spass mit ihm und am letzten Abend vor unserer Abreise liegen wir erst um 4 Uhr morgens im Bett.
Einen Felsen ca. 30km noerdlich von Koh Phangan koennen wir uns tauchtechnisch nicht entgehen lassen. Wir fahren raus nach Sail Rock und werden mit Barracuda- Schwaermen, riesigen Makrelen, Frogfischen und Skorpionfischen belohnt.

Sebi mit Vollgas um die Kurve

Sebi mit Vollgas in der Kurve

Von Koh Phangan geht’s mit Faehre, Bus und Longtailboot weiter nach Railey. Eigentlich wollte ich ja 3 Wochen auf Railey klettern gehen, aber von dem Paradies, das wir noch im Kopf haben, ist nicht mehr viel geblieben. An dem Strand wurden mehrere Resorts gebaut, die alten alleinstehenden, hoelzernen Verkaufsstaende wurden durch Betonbauten ersetzt und es wimmelt nur so von Bars, Restaurants und natuerlich Urlaubern. Die scheinen nicht so recht zu wissen, worauf sie sich da eingelassen haben. Man kommt nur mit dem Boot auf die Halbinsel, das jedoch nicht bis zum Strand faehrt, wo man trockenen Fusses aussteigen koennte. Hier darf man durch das schlammigen Wasser 100m bis zum Strand laufen. Ist einem der 20-Kilo-Rollkoffer dann noch nicht zu schwer geworden, darf man ihn bis zu 800m im Sand hinter sich herziehen, denn die Strasse wird gerade erst gebaut. Einige Restaurant von frueher sind immer noch da, aber in vielen hat die Qualitaet so massiv abgenommen, dass wir jeden Tag ein anderes ausprobieren muessen. Nach drei Tagen finden wir eins, aber das muss am naechsten Tag schliessen. Die Holzhuette wird durch einen Betonklotz ersetzt. Wir gehen zweimal Klettern und es macht immer noch genauso viel Spass wie frueher. Der Fels hier ist einfach extrem gut zum Klettern. Auf dem Poster einer Kletterschule, bei der wir vor 3 Jahren waren, sehen wir einen uns bekannten Iren. Bei genauerem Hinschauen finden wir auch uns auf dem Plakat. Ich mit kurzen Haaren und beide noch 3 Jahre juenger.

Abhaengen in Railey

Abhaengen in Railey

Einen Abend koennen wir nicht anders und muessen uns auch einen Bucket mit Rum-Cola bestellen. Wir sitzen allerdings viel zu lange in der Bar und verpassen das Highlight anderswo. Die beruehmteste, thailaendische Reggaeband „Job 2 Do“ spielt keine 400m entfernt und als wir dort aufschlagen koennen wir noch genau eine Minute mitfeiern.
Auch von Railey aus gehen wir tauchen und sehen zum ersten mal ein Seepferdchen bzw. gleich drei. Die letzten beiden Naechte ziehen wir noch nach Tonsai, einem Nachbarstrand. Hier finden sich alle die Kletterer, die fuer billiges Geld in einfachsten Bungalows uebernachten und jeden Tag in irgendeiner Steilwand haengen. Der Strand hier ist nicht mal annaehernd so schoen, wie die in Railey und so findet man hier noch die Holzhuetten, aus denen gutes Essen verkauft wird und Bars, die eher zum Ausruhen als zum Feiern geeignet sind.

In Railey muss sich Sebi leider von uns verabschieden. Sein Flug geht von Phuket und wir wollen weiter nach Koh Lanta im Sueden. Wir reisen mit Sonja und Christoph aus Wien, die wir auf Railey kennenlernen, suchen uns ein super Bungalow und verbringen 4 Tage damit, die Insel mit dem Moped zu erkunden, an einsamen Straenden oder Wasserfaellen schwimmen zu gehen und abends mit Bier auf der Veranda zu sitzen. Auf der Insel ist momentan tiefste Nebensaison und 70% aller Hotels und Restaurant sind geschlossen. Uns stoert das nicht. Wir geniessen die Ruhe nach all den Urlauberecken. Zum Tauchen fahren wir nach Koh Ha und haben seit geraumer Zeit mal wieder eine Sicht von mehr als 10m. Pia kann leider nur schnorcheln, sieht aber, da alleine unterwegs, kleine Haie, Tintenfische und Seeschlangen.

Aus Koh Lanta verabschieden wir uns nach 5 Naechten schweren Herzens. Wir fahren nach Hat Yai. Vom ‚typischen‘ Thailand spuert man in dieser Region nicht mehr viel. Es erinnert eher an China. Im ersten Moment gefaellt mir die Stadt gar nicht, aber nach 2 Stunden rumwandern, beginne ich die engen Marktstrassen und Staende mit allem moeglichen Essbaren zu moegen. Eine Mischung aus thai, chinesisch und muslimisch. Die Stadt scheint uns schon einen Vorgeschmack auf Malaysia geben zu wollen.

Traumhaftes Thailand

Traumhaftes Thailand

Schon die ganze Reise haben wir uns auf Thailand gefreut. Aber zumindest ich bin mit einer zu grossen Erwartungshaltung herangegangen. Thailand besitzt noch immer die schoensten Straende und das Essen ist an vielen Orten unglaublich gut. Ist man aber in der Hochsaison unterwegs sind unglaublich viele Urlauber unterwegs und Thailand ist an vielen Ecken schon so touristisch, dass es einen an eine Mischung aus Ballermann und Gran Canaria erinnert.

Bildergalerie von Thailand

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Kambodscha: Von der Provinz zu den Koenigstempeln

Von Phnom Penh machen wir uns auf in Richtung Westen. Da wir nicht nur die beiden grossen Touristenorte (Phnom Penh und Siem Reap), sondern auch andere Seiten von Kambodscha sehen wollen, fahren wir nach Battambang, die drittgroesste Stadt von Kambodscha. Bereits auf der Fahrt mit dem Bus wird klar, dass Kambodscha voller Kontraste ist. Waehrend einem in Phnom Penh noch die Mercedes S-Klasse vor die Fuesse faehrt, wohnen die Menschen auf dem Lande in einfachen Holzhuetten und arbeiten auf den Feldern. Nicht selten sieht man Bueffel oder Eselgespanne. In Battambang werden wir direkt von einer Meute TukTuk-Fahrer in Empfang genommen. Es geht hier sogar so weit, dass an der Tuer des Busses ein Zaun aufgestellt wird, um aussteigen zu koennen. Anschliessend geht es los. „I have hotel, very cheap“ hoert man aus 10 verschiedenen Ecken. Bei genauem Hinschauen, halten 50% das gleiche Hotel hoch. Wir ziehen in ein wirklich schoenes Hotel ein und machen uns anschliessend auf Besichtigungstour durch die Stadt. Diese ist sehr sauber und wirklich sehr ruhig und gelassen. Es gibt zwei alte Tempel und einige franzoesische Bauten. In einem grossen Park am Battambang-Fluss sieht man alle 100m Gruppen im Gleichtakt zu unterschiedlicher Musik tanzen – Zumba auf kambodschanisch. In der Umgebung von Battambang besuchen wir den Berg Phnom Sampeu mit den Killing Caves (Hoehlen), in die die Roten Khmer die Leichen von unzaehligen Menschen 25m in die Tiefe geworfen haben. Daneben gibt es einen buddhistischen Tempel, der allerdings erst wenige Jahre alt ist. Wir besuchen auch noch das Wat Banan, ein Angkor Wat in Miniaturformat, welches man ueber 358 Stufen erklimmen muss. Das absolute Highlight des Ausfluges wird die Fahrt mit dem Bambuszug.

Beim Zerlegen des Bambuszuges

Beim Zerlegen des Bambuszuges

Auf einer von den Franzosen gebauten einspurigen Gleisanlage, die nicht mehr instandgehalten wird, rast man auf einer Bambusplatte mit Rollen und Motor sitzend entlang. Das System ist so einfach gebaut, dass es innerhalb von 30 Sekunden zerlegt werden kann. Das muss es auch, denn wenn einem ein anderer Wagen entgegenkommt, wird der Leichtere zerlegt, von der Schiene geraeumt und hinter dem anderen Wagen wieder zusammengebaut. Am Ende erwartet einen ein kleines Dorf, durch das wir eine Runde mit einem Einheimischen drehen. Er zeigt uns unter anderem die Reisfelder, den Schmied und eine Reismuehle. Alles ist extrem einfach, aber sehr authentisch. Die Menschen sind wirklich sehr freundlich und geben sich grosse Muehe unsere Fragen zu beantworten. Einen Schlag ins Gesicht erhalten wir zur Verabschiedung. Unser einheimischer Guide erzaehlt uns, dass der Bambuszugfahrer von unseren pro Person gezahlten 5 Dollar nur einen winzigen Anteil bekommt, den Rest steckt sich scheinbar ein korrupter Polizist ein, der uns an der Station aufgefallen ist. Auch hier herrscht also das kambodschanische System. Von Battambang fahren wir mit dem Boot ueber enge Kanaele nach Siem Reap. Eigentlich soll die Tour eine romantische Reise entlang schwimmender Doerfer sein, aber wir werden mit 40 Leuten auf ein kleines Boot gepfercht und koennen uns nur noch eingeschraenkt bewegen. Nach drei Stunden kommt die erste Pause, dann geht es weitere 4 Stunden mit schmerzendem Hintern ueber den Tonle Sap See nach Siem Reap. Wir sehen einige schoene schwimmende Doerfer und auch die Fahrt ueber den groessten Suesswassersee Suedostasien ist beeindruckend. Aber fuer das viele Geld haetten sie jedem wenigstens ein Arschpolster dazu geben koennen.

eingepferscht fuer sieben Stunden

Eingepfercht fuer siebeneinhalb Stunden

Siem Reap ist genau das Gegenteil von Battambang. Eine riesige Touristenstadt mit einem Zentrum voller internationaler Restaurant, Kneipen, Massagestudios und Diskotheken. Das Highlight bilder die Pubstreet, in der sich ein Restaurant und eine Kneipe an die andere reiht. Diese Stadt mit seinen angeblichen 500 Pensionen und Hotels ist nur dafuer da die 2,5 Millionen Touristen zu versorgen, die jedes Jahr nach Angkor Wat kommen. Und wer nach Kambodscha faehrt, der faehrt zu 100% auch nach Siem Reap. Fuer die Tempelanlagen kaufen wir uns einen Dreitagespass, nehmen uns am ersten Tag einen Guide und lassen uns die wichtigsten Tempel erklaeren. Eigentlich hatte ich mir die ganze Anlage eher als eine zusammenhaengende Stadt vorgestellt, die mitten im Urwald liegt. Die Tempel sind jedoch eher eigenstaendig auf einem riesigen Gelaende verteilt. Der Urwald an den Tempeln ist komplett zurueckgeschlagen und von Strassen durchzogen. Insgesamt soll es auf dem riesigen Gelaende ueber 1000 Tempel und Heiligtuemer geben. Wir schauen uns Bayon an, das durch seine riesigen, gemeisselten Gesichtern an den Tuermen beeindruckt, laufen dann weiter an verschiedenen Tempeln vorbei zur Terasse der Elefanten, wo des Koenigs Kriegs-Elefant in einem Wettbewerb ausgewaehlt wurde und fahren dann nach Ta Phrom und zum Angkor Wat Tempel. Ta Phrom ist der einzige Tempel, der von den Franzosen nicht von seinem Bewuchs befreit wurde, und so sieht man heute noch die riesigen Baeume, deren Wurzeln sich ueber die Daecher und Mauern schlaengelnd, auf den Tempeln wachsen.

Tempelbewuchs in Ta Phrom

Tempelbewuchs in Ta Phrom

Angkor Wat betreten wir durch den Hintereingang. Unser Guide zeigt uns die wunderschoenen Wandreliefs und wir steigen zur dritten Ebene hinauf, wo wir einen Ausblick auf den Eingangsbereich haben. Die Anlage wirkt von hier zwar sehr gross, aber ihre wahre Dimension wird mir noch nicht klar. Erst als wir am dritten Tag noch einmal durch das Haupttor hineinlaufen, werden mir die Ausmasse dieser gigantischen Anlage gewahr. Mit Wassergraeben ist sie 1,5km lang und beinahe genause breit. Der Haupttempel ist sicher 400m lang und alle Seiten sind mit Reliefs verziert, die so detailliert sind, dass man mehrere Minuten braucht, um die Details zu erfassen. Besonderes Merkmal des Tempels sind ausserdem die Reliefs der Apsaras-Taenzerinnen – die man fast ueberall an den Waenden findet. Wir besuchen noch Banteay Srei, einen 40km ausserhalb von Siem Reap liegenden Tempel, der durch seine sehr gut erhaltetenen Skulpturen und wunderschoenen Reliefs beeindruckt. Den letzten Tag lassen wir ruhig angehen. Wir mieten uns Fahrraeder und fahren noch einmal durch die Anlage, halten wenn uns danach ist und schauen uns einige Dinge noch einmal genauer an. Drei Tage fuer diese riesige Anlage sind wahrlich nicht genug, aber man muss schon Archaeologe sein, damit man nach drei Tagen Skulpturen, Tuerme und Mauern schauen, nicht einfach genug Steine gesehen hat.

Blick auf Angkor Wat

Blick auf Angkor Wat

In Siem Reap lernen wir ueber unsere oesterreichische Freundin Sigrid Daniel kennen. Er arbeitet westlich von Siem Reap als Voluntaer in einem Krankenhaus. Wir besuchen ihn in der Naehe von Sisophon und lassen uns von ihm durch das kleine Dorf und sein Krankenhaus fuehren. Es soll einen vergleichsweise hohen Standard haben und waehrend Pia und ich mit weit schlimmeren Zustaenden rechnet, ist Sebi nach 3 Gebaeuden schon leicht geschockt. Die Gebaeude sehen grundsaetzlich sehr ordentlich aus. Die Menschen liegen auf Holzbetten mit 15 bis 20 anderen in einer Baracke. Mit dem Kranken reist jedoch gleich noch die ganze Familie an. Diese versorgen den Kranken, weil die Krankenschwestern zu schlecht bezaehlt werden und nur das medizisch notwendige machen. Essen kochen gehoert da unter anderem nicht dazu. Wer keine Familie mitbringt ist auf andere angewiesen oder siecht vor sich hin. Es sind wirklich leicht verstoerenden Zustaende.

Von Sisophon buchen wir uns einen Bus nach Bangkok und kommen somit unserem gruenen Curry immer naeher.

Kambodscha war eines der interessantesten, aber auch kontrastreichsten Laender auf unserer Reise. Der Voelkermord der Roten Khmer, der nach Schaetzungen 2,5 von 14 Mio. Menschen das Leben gekostet hat, die grossen Luxusautos in Phnom Penh und die Armut auf dem Land. Die Menschen sind unglaublich freundlich, allerdings auch viel ernsthafter als in Vietnam. Unterhaelt man sich mit Auslaendern, die dort arbeiten, wird das Bild noch widerspruechlicher. Einerseits sind sie sehr hilfsbereit und werden sofort aktiv, wenn man etwas mit ihnen zusammen verbessern will. Alleine scheinen sie aber nicht die gleiche Motivation zu zeigen. Bestellt man einen Handwerker kommt dieser vielleicht 2 Tage zur Arbeit, aber am dritten Tag hat er keine Lust mehr. Die Menschen sind wirklich bemueht, den Touristen einen sehr guten Service zu bieten, aber ihn fehlt die notwendige Bildung (70% koennen angeblich nicht einmal lesen) und der Staat hat erst begonnen ein freies Schulsystem einzufuehren, dass jedoch genauso von Korruption geplagt scheint, wie der Rest des Landes. Nur die Unterstuetzung von ueber 400 Hilfsorganisationen scheint es zu ermoeglichen das Land weiterzuentwickeln. Ich kann nicht sagen, ob ich eine Reise nach Kambodscha wirklich empfehlen kann. Es gibt wirklich schoene Seiten, aber die allgemeinen Zustaende geben einem doch sehr zu denken.

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Gar nichts Roger in Kambodscha

Eine sechsstuendige Bootsfahrt von Chau Doc bringt uns ueber die kambodschanische Grenze nach Phnom Penh. Fuer die Passkontrolle und Visagenehmigung landen wir am Grenzposten an und alles laeuft wie (un)geschmiert. In Phnom Penh werden wir natuerlich bereits von den Tuk-Tuk-Fahrern heiss am Hafen erwartet. Zielstrebig – aber noch ohne Ziel – lassen wir alle stehen und erkunden die Strassen zu Fuss. Auch die kambodschanische Kueche wird gleich getestet und fuer gut befunden. An der ersten „Abzocke“ kommen wir nicht dran vorbei und werden fuer 3 US$ (1 unglaublichen US$ zuviel) mit dem Tuk-Tuk zum Hostal gebracht. Das Top Banana gefaellt uns auf Anhieb gut und wir verbringen unseren ersten Tag in Phnom Penh reisemuede auf der Dachterrasse.

Thronsaal des Palasts, Phnom Penh

Am naechsten Tag geht’s auf Erkundungstour durch Phnom Penh. Wie immer laufen wir am liebsten zu Fuss durch die Stadt um je nach Lust und Laune abbiegen zu koennen. Vorbei am Unabhaengigkeitsmonument und dem Koenigspalast (da ist gerade Mittagspause) spazieren wir zum Zentralmarkt, wo viele bunt glitzernde Steinchen und passende Kostueme unter einem riesigen Kuppeldach verkauft werden. Die Kambodschaner stehen offensichtlich auf farbenfrohen Glitzerkitsch, was sogar fuer mich – als Elster – zuviel ist. Am What Phnom, dem Haustempelberg von PP, wird gerade renoviert und die Besonderheit dieser Sehenswuerdigkeit bleibt uns daher verborgen.

Die juengste Schreckensgeschichte Kambodschas, das Regime der Roten Khmer unter Pol Pot (1975 – 79), laesst sich auch fuer Urlauber nicht verdraengen. Bei den Killing Fields von Choeung Ek zeigt uns ein Guide die Massengraeber, in denen bis zu 17.000 verscharte Opfer gefunden wurden. Es ist fuer jeden Besucher schockierend im freundlichsten Sonnenschein an den schlecht zugeschuetteten Loechern zu stehen, wo der tropische Regen heute noch Knochenteile und Kleidungsfetzen hervorspuelt. Weder Maenner, noch Frauen, noch Babies wurden verschohnt, als Pol Pot fast 2 Millionen seines eigenen Volkes versklaven, foltern und abschlachten liess. Im Tuol Sleng Genocide Museum in Phnom Penh wird man direkt mit Fotos der Gefangengenommenen konfrontiert, die mit angsterfuellten Augen in die Kamera schauen. In dieser ehemaligen Schule wurden die Klassenräume in Gefängniszellen und Folterkammern umgewandelt.
Fuer uns, wo der letzte Krieg schon „ewig“ zurueckliegt und unsere Generation nicht mehr betroffen ist, ist es unglaublich, wie die Leute hier ihr Leben nach dieser grausamen Zeit und dem Verlust von Familienmitgliedern fortsetzen und immer in die Zukunft schauen. Die buddhistische Lehre ist sicher eine starke Stuetze dabei, fuehrt aber auch dazu, dass verbrecherische Politiker nicht angeklagt werden, da man nicht in der schmutzigen Vergangenheit herumwuehlt, sondern versucht sich auf eine bessere Zukunft zu konzentrieren. (Filmtipp: The Killing Fields – Schreiendes Land)

Die kambodschanische Kueche bietet wieder einiges an exotischen Gerichten auf, die dazu verfuehrt die eigene Genussgrenze auszuloten. Wir verzichten zwar auf die geroesteten Heuschrecken an der Bushaltestelle, in einem schoenen Restaurant probieren wir aber das Rindfleisch mit Roten Baumameisen. Man sollte es sich allerdings verkneifen auf den Teller zu schauen, da mir dann doch der Appetit vergeht, als ich grosse gefluegelte Insekten (Ameisenkoeniginnen?) zwischen den Fleischstuecken sehe. Am Nachbartisch wird an der Tarantel geknabbert. Beim traditionellen Khmer-Grill kommt dann auch alles auf die heisse Platte, was nicht unbedingt ganz so asiatisch ist: Frosch, Krokodil, Schlange und Kaenguru. Das Schlangenfleisch laesst sich aber nicht kauen und rutscht als ganzes den Hals runter. Weniger extrem, aber sehr lecker ist ein Fischgericht namens „Amok“.

Nach Phnom Penh fahren wir dahin wo der Pfeffer waechst – nach Kampot. Dort ist zwar nichts los, aber genau deshalb geniessen wir einfach die Ruhe der Kleinstadt am Fluss.

Sonnenaufgang auf Koh Rong

Sonnenaufgang auf Koh Rong

Mit dem Minibus geht’s von Kampot nach Sihanoukville, wo wir gleich auf die Insel Koh Rong uebersetzen koennen. Zu unserem Glueck hat die Tourismusindustrie die kambodschanischen Inseln noch verschohnt und wir finden ein kleines Idyll mit weissem Sandstrand, Palmen und tuerkisblauen Wasser vor. Neben dem kleinen Fischerdorf gibt es nur drei urige Bungalowanlagen. Wir wohnen abgeschieden in den Treehouse-Bungalows, kleine zweistoeckige Bambushuetten auf Stelzen. Leider truebt der Regen das Paradies etwas, aber Sebi und Andre haben so viel Zeit mir das Skat-Spielen beizubringen. Nach drei Tagen Kartenspielen und Sandgraeben buddeln haben wir genug vom Robinson Crusoe-Dasein und fahren wieder zurueck nach Phnom Penh.

Offizierskat

Wir absolvieren noch das fehlende Pflichtprogramm und besuchen den Koenigspalast und die Silberpagode. Diese „Ordnung“ und „Sauberkeit“ der Palastanlage passt aber gar nicht zum restlichen Bild von diesem sehr armen Land und fuehlt sich ein wenig zu sehr nach Disneyland an. Generell ist Phnom Penh eine seltsame Stadt, mit den breiten, gepflegten franzoesischen Alleen und den hunderten von teuren SUVs. Kaum verlaesst man das Zentrum trifft man auf die staubige, stinkende, chaotische Realitaet Kambodschas, mit den Klamottenhaendlern und Marktfrauen, die ihre Waren am Boden anbieten, und den Pickups und Bussen, vollgepfercht mit hunderten Arbeiterinnen, die um 17 Uhr aus den Naeh- und Fliessbandfabriken um Phnom Penh stroemen.
Wir koennen es gar nicht mehr erwarten die Grossstadt zurueckzulassen und wieder weiter zu kommen – und nehmen den Bus nach Battambang.

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Vietnam: Obstgaerten im Mekong-Delta

Um im Mekong Delta abseits der Touristenpfade rum zu kommen und dabei auch moeglichst viel ueber die Region zu erfahren, buchen wir eine Dreitagestour bei Ethnictravel.
Mit dem Minibus und unseren Mitreisenden aus Rotterdam und Melbourne geht’s von Ho-Chi-Minh-City Richtung Sueden nach Cai Mon. Cai Mon liegt auf einer Insel, die noerdlich und suedlich von zwei Fluessen begrenzt wird. Diese sind zwei der neun Flussarme des Mekongs, der deshalb auch „Neun-Drachen-Fluss“ genannt wird.

Das Mekong-Delta ist zwar als die „Reiskammer Vietnams“ bekannt, doch zu unserer Ueberraschung bekommen wir gar keine Reisfelder zu sehen. Ein grosser Teil der Landwirtschaft besteht naemlich aus dem Anbau von Obst und Zierpflanzen. Jeder Quadratmeter wird genutzt, um die Topfpflanzen zu zuechten, die spaeter in einem (deutschen) Wohnzimmer landen. Auch ich erkenne so einiges Gruenzeug wieder.

Zwei Naechte schlafen wir bei Gastfamilien und werden grosszuegig bekocht. Die erste Gastfamilie hat ein Familien- und ein Gaestehaus mitten in einem grossem Obstgarten.
Die zweite Nacht verbringen wir bei einer Gastfamilie, die in einem alten Haus von 1931 wohnt. Das Haus ist im alt-chinesischen Stil erbaut und hat im Hauptraum Ahnenschreine der Familie. Zwischendrin sind Holzplatten mit Matratzen als unsere Betten aufgestellt.

Wir unternehmen Bootsfahrten durch die unzaehligen Wasserwege, Fluesse und Bewaesserungskanaele. Auf einem Schwimmenden Markt werden Fruechte am Mast aufgehaengt, damit der potentielle Kunde schon von weitem sieht, was das Marktboot anzubieten hat.

Ananas Haendler

Ananas Haendler

Mit Fahrraedern duesen wir an Feldern und Obstgaerten vorbei und sehen, wie die Einheimischen Holzkohle herstellen und Ziegel in riesigen, kuppelfoermigen Tuermen (wiederum aus Ziegel) brennen. In einer Produktionsstaette fuer Kokosnuss-Bonbons und Reis-Puffer werden mit einfachsten Maschinen und viel schwerer Handarbeit suesse Koestlichkeiten angefertigt.

Radlpause

Radlpause

Ueberall wo wir hinkommen koennen wir das frische Obst probieren und uns die Baeuche mit Mangosteen, Dragonfruit, Guava, Rambutan und Longan vollschlagen. Nur bei der „Stinkfrucht“ Durian und der Jackfruit vergeht mir der Appetit und ich spucke das „faulige“ Zeug lieber wieder aus.
Beim Essen werden wir immer mehrgaengig verwoehnt, die Teller werden voll beladen und es wird gefuttert, bis – nein, nicht der Arzt kommt, sondern der Gastgeber mit der Flasche Reiswein. Bei soviel Gastfreundschaft faellt es mir schwer Nein zu sagen. Ein besonderes „Festmahl“ ist der gebratene Fisch. Bei der ersten Gastfamilie mache ich mich noch lustig ueber die haesslichen Elefantenohrfische im Teich. Am naechsten Tag haben wir das Monster gebraten und zwischen Staebchen aufgestellt auf dem Tisch. Leider schmeckt der Fisch so, wie er aussieht und ich stochere nur alibihalber mit den Staebchendarin herum. Nach den drei Tagen koennen wir keine selbstgerollte Fruehlingsrollen mehr sehen.

Unser Touroperator bringt Sebi, Andre und mich nach Chau Doc, von wo wir nach Kambodscha weiter wollen. Die Grenzstadt liegt auch am Mekong, ist umrundet von Reisfeldern und bekannt fuer die Zucht des Pangasius (Basa-Fisch). In Kaefigen unter den schwimmenden Hausern auf dem Mekong werden die Fische in Massen gezuechtet. Wenn man sieht, wieviele Pestizide auf den Reisfeldern versprueht werden und wie die Abwaesser im braunen Mekong landen, will man den Pangasius nicht mehr bei uns daheim im Supermarkt kaufen.
Mit drei Mopedtaxis lassen wir uns auf den Berg Sam hochbringen. Die Fahrt durch die Wohngebiete und die laendliche Gegend ist nochmal ein richtig schoener Abschluss fuer unsere Reise in Vietnam. Vom Berg aus haben wir einen weiten Ausblick auf die vietnamesischen Reisfelder, die bereits abgeerntet sind, waehrend die kambodschanischen Reisfelder noch unter Wasser stehen.

Sonnenuntergang-Anbeter

Sonnenuntergang-Anbeter

Wir warten zwei Stunden in der Haengematte auf den Sonnenuntergang, der jedoch von den Wolken verdeckt ist.
Abends gibt es nochmals vietnamesische Kueche und lokales Bier, bevor es am naechsten Tag weiter nach Kambodscha geht.

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